Was sollten Sie im Umgang mit Kindern mit Aussprachestörungen beachten?

Wenn Ihr Kind bestimmte Laute noch nicht bilden kann, sollten Sie seine Aussprache nicht direkt verbessern oder gar zum Nachsprechen auffordern. Damit würden Sie Ihr Kind überfordern und sein Selbstwertgefühl und seine Sprechfreude könnten leiden. Aber auch, wenn ein einzelnes Wort von Ihrem Kind richtig nachgesprochen werden kann, bedeutet das nicht, dass es dieses beim nächsten Mal richtig sprechen kann. Dies liegt daran, dass es eine weitaus höhere Leistung ist, ein Wort spontan und in einem Satz eingebettet zu äußern, als ein einzelnes Wort mit viel Aufmerksamkeit nachzusprechen. Zunächst sollten Sie daher lediglich die Äußerung Ihres Kindes mit der korrekten Aussprache und in das Gespräch eingebettet wiederholen (Korrektives Feedback).

Im Laufe einer logopädischen Therapie, wenn Ihr Kind einen bestimmten Laut bereits im Wort und in Sätzen eingebettet erlernt hat und nur noch die Anwendung beim spontanen Sprechen fehlt, können andere Möglichkeiten hinzugenommen werden. Zum Beispiel Alternativfragen: „Heißt das Sule oder Schule?“ Sicher wird Ihr Kind dann die richtige Antwort kennen und Sie können es über ein Lob positiv verstärken

Bei all diesen Maßnahmen kommt es auf die Art und Weise und die Häufigkeit der Korrektur an. Kinder zeigen schnell, wenn man das richtige Maß oder den Ton verfehlt hat.