Wann spricht man von einer Rechenstörung (Dyskalkulie) / Rechenschwäche?

Der Begriff Rechenstörung bezeichnet eine medizinische Diagnose (ICD 10, F81.2). Es bedeutet, dass erhebliche Schwierigkeiten im Erlernen des Rechnens vorliegen (d. h. mindestens 90 Prozent der Vergleichsgruppe erzielt bessere Leistungen), die nicht durch zu geringe Beschulung oder eine verminderte Intelligenz zu erklären sind. Betroffen sind die grundlegenden Rechenfertigkeiten, wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division.

Mit einer Rechenschwäche ist eine unterdurchschnittliche Leistung in den obigen Grundrechenarten gemeint, die weniger stark ausgeprägt ist (75 bis 90 % der Vergleichsgruppe erzielt bessere Leistungen. Auch Kinder mit einer Rechenschwäche sollten individuell gefördert werden, insbesondere, wenn aufgrund ihrer Intelligenz eine bessere Leistung zu erwarten ist.